recap: code.talks commerce 2018 – 27/35 Punkte

code.talks
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Zwei Tage voller Vorträge sind rum. Mit gleich fünf meiner Kollegen aus der Entwicklung und dem Project Office waren wir vor Ort. Die Location war bis auf ein oder zwei Punkte sehr gut gewählt, es gab immer gut lesbare Präsentationen und der Ton war auch perfekt. Auch die Erwartungshaltungen im Bereich der Team-Organisation wurden erfüllt. Es gab viele positive Beispiele, wie die von Outfittery und MyToys, aber auch Otto als abschreckendes Beispiel.

Rest Services hatten naturgemäß auch hier einen großen Anteil. Es gab eine ausgewogene Auswahl an Talks, die das Thema von allen Seiten beleuchteten. Das Thema Code kam gegenüber den normalen code.talks jedoch etwas zu kurz.

oder so?! Podcast live von der code.talks commerce

Ein weiteres Hauptthema war Voice Commerce und damit auch Alexa. Ich werde dazu noch einige Rezensionen der einzelnen Talks nachreichen, da ich als Alexa-Entwickler naturgemäß alle Talks besucht habe. Dieses Thema war wirklich schlecht besetzt. Auch eigentlich in der Branche geachtete Alexa Entwickler, wie Ralf oder Malte haben im Bereich Commerce komplett versagt. Alles, was im eCommerce an Erkenntnissen schon seit Jahren bekannt ist, wurde einfach ignoriert. Was an sich sehr schade ist, denn ich glaube an Voice und auch an Alexa, aber nicht so. Was vor allem vergessen wurde sind KI Tools, die die Sprache wirklich verstehen und nicht nur übersetzten. Die meisten Anwendungen waren einfach sehr dumme und stupide Entscheidungsbäume. Dabei geht schon soviel mehr! Hier war die shoptalk in Las Vegas tatsächlich um mindestens ein Jahrzehnt weiter als Berlin.

Das dritte und eigentlich wichtigste Thema war ja Commerce. Es waren auch einige wenige B2C E-Commerce Shops, die nicht aus dem Otto Umfeld kamen, vor Ort. Dominiert wurde aber alles von der Übermacht Otto. Das hatte einen faden Beigeschmack. Auch B2B als der wichtigste Wachstumsmarkt im eCommerce wurde sträflich vernachlässigt. Shopware war nur durch ein Sponsoring des Popcorns vertreten. Ein Stand oder Vorträge fehlten leider. Einige Vertreter von Oxid oder Commercetools waren nur als Gäste vor Ort. Als unbedarfter Besucher hätte man glauben können, dass Spryker als Sponsor tatsächlich eine bedeutende Relevanz im eCommerce hat. Das war tatsächlich sehr schade, da es sehr viel verbreitetere und unstrittig bessere Systeme, wie zum Beispiel Sylius, in der Nische gibt.

Der Commerce Ableger muss, um sich neben den normalen code.talks zu etablieren, hier ein bisschen offener und ehrlicher gegenüber den wichtigen Shopsystemen und Entwicklungsumgebungen werden. Wenn dies der code.talks im nächsten Jahr gelingt, würde ich mit meinem Team sehr gerne wieder kommen. Falls nicht, würden wir eher auf die code.talks in Hamburg ausweichen, die sich in der Vergangenheit differenzierter aufgestellt hat.

Das Fazit ist, wenn ich den Part Commerce-Systeme und Alexa rausnehme, allerdings durchweg sehr positiv und empfehlenswert.

Auch die Party, das Catering und Co. waren perfekt organisiert.

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Sessions ****
Exhibition *

Networking ****
Party *****

Location *****
Food *****

Preis / Leistung *** (Zu viel Sponsoring, auch verdeckt. Dafür hätte es günstiger sein müssen oder mehr unabhängige Talks geben müssen)

27 / 35 Punkte

 

Ein Kommentar

  • Andreas Rudl

    Das (mit dem faden Beigeschmack) kann ich nur unterstützen – und beginnt schon bei der Auswahl der Themen/ sessions.