Warum Headhunter für Bewerber der falsche Weg sind.

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Ich werde selbst häufig von Headhuntern kontaktiert. Zum einen um mir Jobs als CTO bei irgendwelchen Firmen anzubieten und zum anderen weil ich in unserem Unternehmen für die meisten Einstellungen verantwortlich bin. Ich kenne also die Headhunter Branche aus beiden Blickwinkeln recht gut.

Mit hochqualifizierten Jobs sind die meisten Headhunter einfach überfordert. Sie kennen kaum den Unterschied zwischen PHP und Java und glauben das Spring nach dem Winter kommt. Spaß bei Seite, der Job der Headhunter ist ganz einfach. Sie suggestieren potentiell wechselwilligen Arbeitnehmern mit Ihrem riesen Netzwerk den besten Job zu besorgen und auch beim Gehalt etwas extra raus zu schlagen. Sie spekulieren darauf das der Bewerber einfach zu Faul ist sich irgendwo selbständig zu bewerben und nehmen den Bewerbern die Arbeit ab.

Soweit so gut. Aber der Personaler denkt dabei immer nur ein seinen eigenen Profit. Wenn er Dich also einem Unternehmen vorstellt, das sehr gut zu Deinen Vorstellungen passt. Er aber mit seinen meist überzogenen Forderungen von 35% oder mehr Provision nicht bei dem Unternehmen landen kann, so bist Du für das Unternehmen und das Unternehmen für Dich verloren.

Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie viele Headhunter die Wahrheit in ein passendes Licht rücken. Hauptsache Du unterschreibst.

Schaue aber mal aus der Sicht des Unternehmens. Die Extrakosten und das Risiko mit einem Arbeitnehmer über einen Headhunter sind um ein vielfaches größer, als wenn Du Dich direkt bewirbst. Der Arbeitgeber muss die hohen Kosten eines Headhunter mit in die Kosten für Dich einrechnen. Damit schmälerst Du u.a. die Chancen auf ein besseres Gehalt.

Wenn, Du Dich auf eigene Faust bewirbst, zeigst Du dem Unternehmen damit auch Dein direktes Interesse an dem Unternehmen und kannst hoffentlich Begründen, warum Du ausgerechnet dorthin wechseln möchtest. Ich habe schon viele Bewerber gesehen die auf die Frage “Warum gerade wir?”, damit geantwortet haben: “Ich bin doch vom Headhunter geschickt worden”.

Für den Arbeitgeber ist es wichtig sich selbst ein Bild von Dir zu machen. Und das am besten ohne Beeinflussung von Headhuntern. Und auch Du kannst Dir besser selbst ein Bild vom Unternehmen machen, als wenn Du die Fakten zuerst gefiltert von einem Headhunter erlangst.

Am Ende des Tages zählst halt nicht nur das Gehalt, sondern auch der passende Arbeitgeber und wer, wenn nicht Du, weiß am besten wer dieser ist.

Ich plädiere daher für die Nutzung von Jobbörsen oder besser noch der direkten Bewerbung beim Unternehmen.