recap der K5 – Konferenz 2017 in Berlin

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Nun was will man dazu sagen. 5.000 Teilnehmer waren anvisiert. Knapp unter 1.500 waren am ersten Tag mittags registiriert. Woran lag es? Ich habe da so meine eigenen Ideen. Berlin ist nicht gerade bekannt für gut funktionierende Internetveranstaltungen. Viele Versuche sind hier schon gescheitert. Besser Funktionieren da wohl Städte, die besser an den Verkehr angebunden sind und nicht so weit weg vom eigentlichen Geschehen in Deutschland sind. Ich würde da ja Köln oder Frankfurt vorschlagen. Denn ob Du mit dem ICE oder dem Flieger wirklich pünktlich nach Berlin kommst, ist fraglich.

Dann der Veranstaltungsort das Estrell ist für so kleine Veranstaltungen eher ungeeignet. Hier braucht man schon mindestens 5.000 Gäste um den Ort zu bespielen. So sah es doch teilweise sehr leer aus. Gerade in der Messehalle.

Die Vorträge am ersten Tag waren laut der Meinung der Besucher eher mit wenig Informationen gespickt. Allein der Vortrag von mymuesli konnte mit Witz überzeugen.

Am zweiten Tag gab es erwartungsgemäß bessere Themen und Speaker. Allerdings reisen natürlich schon viele am 2. Tag, gerade wenn es ein Freitag ist, gern ab.

Wie sich regelmäßige Leser meiner Beiträge sicherlich denken können, war der Talk: E-Commerce Innovation Experience am 2 Tag moderiert vom Altmeister Johannes Altmann mit Sebastian Hamann (shopware), Roland Fesenmayr (OXID eSales), Hagen Meischner (Prestashop), Arne Theissen ( JTL) und Jan Griesel (plentymarkets) die eigentlich interessanteste Veranstaltung.

Wie aber auch bei Rest der Veranstaltung ging es hier wieder mal knapp am Thema vorbei. Ich denke Ihr wisst, dass ich sowohl Jan Griesel wie auch Hagen Meischner sehr schätze. Aber sowohl JTL, PlentyMarkets wie auch PrestaShop sind für die Zielgruppe der K5 meiner Meinung nach nicht die richtige Wahl.

Es fehlten auf jeden Fall Magento (Thomas Fleck saß als gebührender Vertreter sogar im Publikum) und natürlich die beiden Platzhirsche ATG (Oracle) und Watson (IBM) selbst so Exoten wie Salesforce oder sogar die etwas veraltete SAP mit Hybris wären eine Berreicherung gewesen. Ich habe aus erster Hand von Commerce Tools erfahren, das man sich auch angeboten hat, aber die Bühne sei bereits voll gewesen.

Das wäre spannend für die Besucher und mich gewesen. So waren die Ränge doch sehr lückenhaft besetzt.

Die Systemhersteller spulten gekonnt Ihr Marketing 1×1 ab. Sebastian Hamann war dabei kaum zu halten, im positivsten Sinne. Roland Fesemeyer war mit seinen Antworten recht verkopft und konnte die eigentlich guten Ziele noch nicht so richtig rüber bringen. Allein JTL ging neben den Platzhirschen erwartungsgemäß völlig unter.

Bei den sehr hohen Eintrittspreisen hätte man wesentlich mehr erwarteten können. Dennoch ist es weiterhin ein Platz für die wichtigen Player im Handel um sich auszutauschen und für Dienstleister, um mit diesen in Kontakt zu kommen. Von daher sicherlich auch besser als das ECC Forum. Allerdings ist dies konzentriert an einem Tag und wesentlich günstiger. Auch fällt hier die Abendveranstaltung weg. Dort fehlt es allerdings an Pausen und an einem 2. Vortragsraum.

Was mir neben dem Programm und der sehr übersichtlichen Messe allerdings sehr gut gefallen hat, war das Catering. Das fällt beim ECC immer sehr bescheiden aus. Das Catering war ausreichend, abwechslungsreich und sehr lecker! Davon können sich alle von mir besuchten Events gern eine Scheibe abschneiden! Das war Weltklasse.

Wohin geht es nun mit der Messe? Werden die Preise gesenkt, man bleibt in Berlin und lädt mehr Macher als Speaker ein? Oder geht man nach Köln, macht dem ECC Dampf unter dem Hintern und wird exclusiver? Was auch immer, es wird Zeit die K5 neu zu erfinden.

Dennoch werde ich auch im kommenden Jahr die K5 wieder besuchen da diese es als einziges Event schafft die wirklich wichtigen Leute in einem Rahmen zu versammeln der es erlaubt sich in Ruhe auszutauschen.