Ist Spryker gar kein Shopsystem-Framework?

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Ich habe den verregneten 1. Mai genutzt um dem genialen Podcast von Kassenzone zu folgen. Ich kann jedem eCommercler diesen Podcast nur wärmstens empfehlen. Aktuell geht es hier um das Thema Spryker. Alexander Graf interviewet seinen Co-CEO Boris Lokschin zum Thema Spryker. Nach dem riesigen Hype ist es ja sehr, sehr still um Spryker geworden, es fehlen einfach einige Referenzen mehr. Spryker versucht sich in dem Interview in Begriffsdefinitionen vom erstellen einer App über Plattformen hin zu allerlei. Aber wie erklärt es sich nun das Spryker kaum Kunden findet. Ich nehme mal ein Kassenzone Zitat:

Eine Erkenntnis für mich aus den letzten drei Jahren ist, dass es gerade den Unternehmen die gar nicht oder sehr zögerlich in den letzten 10 Jahren in ihre technischen Fähigkeiten investieren haben, am schwersten fällt neue Projekte anzugehen und in die Umsetzung zu kommen. Das hat viele Gründe, über die wir auch im Interview reden. Teilweise fehlen rudimentäre Fähigkeiten (PIM, OMS,…), oft wird versucht die fehlenden Investments der letzten 10 Jahre mit einem Riesenprojekt aufzuholen (#Fail) und in anderen Fällen fehlt aufgrund der Plattformökonomie das Verständnis darüber was überhaupt gemacht werden muss. Auch darüber sprechen wir.

Im Verlauf des Interviews bekomme ich den Eindruck das Spryker hier anscheinend glaubt das die Kunden einfach nur noch nicht verstanden haben was mit einer Plattform anzustellen ist.

Ich habe mich als potentieller Partner auf der Demexco mal beraten lassen. Da ging es nicht um Apps und Plattformen sondern darum wie man als Partner Shops baut und verkauft. Ich hatte weder den Eindruck mit einer Plattform noch mit Apps zu tun zu haben. Also das Gegenteil von dem was ich aus dem Interview heraushöre. Spryker ist also entweder doch ein extrem aufwendiges Shopsystem, das behaupten einige Mitarbeiter und ich hatte es auch so verstanden oder die beiden CEOs haben recht und Spryker eignet sich gar nicht als Mitbewerber für ein Shopsystem.

Wenn Spryker nun eine Plattform und kein Shopsystemframework ist, dann erklärt sich auch die Anzahl der Kunden. Ich sehe da wirklich mal eine Handvoll die sowas Stämmen könnten: Metro, Otto, Amazon, Rewe???

Ich bin gespannt wo die Reise hingeht und werde Alexander mal bitten uns hier ein Interview zu geben sobald ich verstanden habe was Spryker wirklich macht.

Momentan bin ich einfach zu verwirrt.

2 Kommentare

  • … und zumindest REWE wird sicher kein Kunde von Spryker, solange sie mit Commercetools ein ähnlich seltsames Konstrukt erworben haben, welches nur für große und finanzkräftige Kunden mit hoher technischer Expertise daherkommt. Es ist mit Sicherheit total universell einsetzbar und bei Updates spielt es seinen Vorteil aus, aber die Kunden staunen über die vielen Anpassungen und ToDos, bis es zu einem wirklich guten Shop wird.

  • Dietmar Hölscher

    Ja da gebe ich Dir R E C H T. Commerce Tools ist leider auch raus aus dem Rennen… zumindest Momentan.