BREXIT – Auswirkung auf Amazon Händler

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Das Thema des Jahres: Am 23 Juni 2016 stimmen die Briten darüber ab, ob ihr Land aus der Europäischen Union austreten soll. Steuerfreier Handel mit anderen Mitgliedstaaten, freie Mobilität der Bürger innerhalb der EU, all das sind Dinge, an denen sich die meisten Mitgliedsstaaten bisher erfreuen konnten.

Ein Austritt aus der EU würde zu einer Rückkehr der Zölle führen, was große Auswirkungen auf den Import und Export zur Folge hätte. Das Endresultat wäre, dass Online-Shopping nicht nur innerhalb Großbritanniens, sondern auch außerhalb teurer werden würde (zwischen 2 und 15%, je nach Produktkategorie). Das hat vor allem Einfluss auf den E-Commerce-Markt in Europa und große Firmen wie Amazon.

UK verliert mit dem uneingeschränkten Zugang zur EU seine, neben China und den USA, wichtigsten Handelspartner: nämlich Deutschland, sowie andere EU Staaten. Auch deutsche Verbraucher, die gern Bekleidung und Technik in UK bestellen, werden sich nach Alternativen umschauen.

Wie kannst Du davon profitieren und wo liegen die Gefahren?

Die Vorteile liegen auf der Hand: Deine Mitbewerber aus GB werden erstmal verschwinden oder teuer. Das birgt echte Chancen für viele Branchen entweder meh

Dietmar Hölscher BREXIT

r Profit zu machen oder zumindest mehr Ware abzusetzen. Das ist wohl der positivste Effekt. Du solltest also vorbereitet sein und die Angst wenn die Briten wirklich raus wollen für Dich nutzen!

Da Waren aus GB wohl erst noch günstiger werden bis die Zölle etc. Greifen und die Überkapazitäten abgebaut werden müssen und sich ein Geldpolster zu schaffen versucht wird muss man auch mit massiven Rabattschlachten in der Übergangszeit rechnen. Denn die Lager müssen sich leeren. Für die Britten die auf Amazon aktiv sind ist Europa meist wichtiger als die eigene Insel.

Daher gilt es sich schon Heute einen Plan für die kommenden Wochen und Monate zurechtzulegen.

Langfristig sind die Gefahren für uns allerdings viel Größer! Die Briten sind in der Welt exellent vernetzte Händler und laufen da den Niederländern als Handelsnation glatt den Rang ab. Also wird man sich andere Wege überlegen die Waren zu uns zu bekommen. Mit Auslieferlagern in der EU oder Hanebüchene Dritt-Staaten Konstrukte. Zudem werden sich die Asiaten neue Handelspartner suchen die direkt aus dem EURO-Raum kommen. Hier wird also wohl in Ost-Europa Mittelfristig eine Schwemme von Produkten das westlichere Europa überrollen.

Am Ende des Tages bleibt wie immer nur ein Fazit: Bist Du Hersteller findest Du Deinen Weg bist Du es nicht brauchst Du sofort und jetzt eine Eigenmarkenstrategie um hier Langfristig am Markt bestehen zu können.

Also sei vorbereitet und nutze die Zeit zwischen heute und dem 01.07.2018 wo wahrscheinlich der BREXIT rechtskräftig werden könnte.