Waldemar Zeiler: Viele Wettbewerber haben bereits ihre Lust verloren

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In der Start-Up Szene geht es momentan mächtig rund. Also höchste Zeit einmal einem der umtriebigsten Unternehmer: Waldemar Zeiler einem der Gründer von einhorn products GmbH ein paar Fragen zu stellen.

Waldemar Du hast ja eigentlich eine sehr solide und gediegene Vergangenheit. Wer Dich das erste mal bei der Höhle der Löwen gesehen hat würde das kaum vermuten. Auf Eurer Homepage werde ich aufgefordert „Grabsch Hier“ auf eine Weihnachtskugel in Brustform zu klicken. Dennoch hat man das Gefühl Ihr macht was richtig und man muss Euch ernst nehmen. Wie viel Einhorn steckt also wirklich in Dir?

 

Ich glaube das Einhorn steckte schon immer in mir aber in den bisherigen Gründungen hat der Business-Kasper bisher immer dominert. Das mag daran gelegen haben, dass die jeweiligen Geschäftsmodelle vielleicht nicht ganz so märchenaffin waren oder aber ich habe mich einfach vor einhorn nicht getraut den ganzen Feenstaub zu versprühen. Wir versuchen immer Genie & Wahnsinn zu verbinden und vorallem wir selbst zu sein. Das Kondome ein wahnsinnig spannender Markt ist und geradezu auf eine Frischekur gewartet hat, spielt uns in die Karten.

 

 

Ihr verkauft Eure Produkte auch auf amazon und nutzt anscheinend den FBA Servive. Es gibt allerdings auch andere Verkäufer Eurer Produkte auf der Plattform. Habt Ihr da eine spezielle Strategie?
Momentan probieren wir wie alle e-commerce start-ups zu Beginn verschiedene Kanäle aus und können nach einiger Zeit unsere Rückschlüsse ziehen. Am Ende bleiben sicher nicht alle Kanäle übrig aber dass Online ein großer Treiber ist, wissen wir bereits. Ohne unser Brandbuilding allerdings, wäre e-commerce in diesem Segment sehr schwer, da es nunmal ein Commodity-Produkt ist. Viele Wettbewerber haben bereits ihre Lust verloren an der Innovation in diesem Segment und melken nur noch die Kuh. Aber wie Deichmann mit Zalando verschlafen einige Wettbewerber den Shift zu Online.

 

 

Neben Euren Großpackungen bietet Ihr auch Kleinpackungen für 6€ über das Internet und Marktplätze an. Wie kann sich das Rechnen? Gibt es tatsächlich Kunden die 6€ plus 4€ Versand bezahlen oder sind das reine Teaser und Ihr verkauft ausschließlich die Großpackungen?
Tatsächlich gibt es einige Kunden, die 6+4 Euro bezahlen aber da geht es eher um den Test. Sobald die Kondome gefallen, wird in der Regel die Großpackung bestellt. Unser durchschnittlicher Warenkorb ist knapp 30 Euro und damit um einiges höher als der Kondomkauf im Supermarkt.

 

Bei Kondomen so würde ich vermuten ist die Retouren-Qutoe gering, auch wird wohl kaum einer nach Gebrauch eine Gewährleistung verlangen, oder?

 

Retourenquote ist tatsächlich mikroskopisch klein und die allermeisten Kunden sind megahappy, wie man auch bei den Ekomi-Bewertungen sehen kann. Beschwerden kamen bisher nur, weil man den Jahresvorrat von 49 Kondomen für lächerlich gering hielt 😉

 

Ich hoffe für alle die sich über die 49 Kondome für ein Jahr beschweren findet Ihr bald eine Lösung und wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!

 

Dietmar Hölscher führte das Interview mit: Waldemar is a serial entrepreneur from Berlin. Before starting his current social business, he co-founded a number of digital startups with German incubators, which include Rocket Internet and Team Europe. In-between these stints, he worked as an M&A consultant for Corporate Finance Partners.

Mehr Infos unter: www.einhorn.my und TEDx TALK

Bildquelle: www.einhorn.my