Daniel Höhnke: eBay und Amazon stellen natürlich einen ganz zentralen Punkt in Sellmato dar

Daniel Hönke, SELLMATO
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Nachdem ich mich in der vergangen Woche mit Plenty Markets befasst habe. Wollte ich die neusten Alternativen nicht unberücksichtig lassen und habe daher Daniel Höhnke von Pixup Media, die auf dem shopware commnuity day 2015, die mit Sellmato, die wohl innovativste shopware Erweiterung der letzten Monate vorgestellt haben, auf den Zahn geühlt.

Daniel ganz ehrlich brauchen Wir noch ne WaWi?

Mehr denn je! Zugegeben, es gibt auf dem Markt schon sehr viele Warenwirtschaftssysteme. Allerdings beschränken sich diese oftmals nur oder hauptsächlich auf das eigene Shopsystem. Flexible Systeme sind hingegen für den mittelständigen Shopbetreiber kaum zu bezahlen.

 

Aktuell fehlt es einfach an Systemen, die perfekt auf Shopware abgestimmt sind und nicht nur einen kleinen Teil abdecken, sondern auch das große Ganze im Blick haben. Ganz konkret kann man das daran verdeutlichen, dass klassische Warenwirtschaftssysteme meist ohne Blick auf die Funktionalitäten des Onlineshops konzipiert worden sind. Wir haben also in der Praxis fast immer 2 Systeme (die externe Wawi und Shopware), die nicht Hand in Hand erstellt worden sind, wodurch Kompromisse schon in der Natur der Sache liegen. Zudem müssen diese 2 Systeme auch noch verbunden werden, was oftmals auch für viel Unmut sorgt, denn diese Verbindung muss ja die Kompromisse irgendwie verarbeiten, geschweige denn erstmal richtig funktionieren.

 

Wie bist Du eigentlich als Inhaber einer Onlineagentur auf die Idee gekommen eine Multi-Channel Warenwirtschaft in Angriff zu nehmen?

 

Als Shopware Solution Partner betreuen wir sehr viele mittelständige Shops, als auch Shops im Enterprise Segment. Ich selbst bin hier für das Projektmanagement verantwortlich und habe deswegen einen sehr tiefen Einblick in die Prozesse und Anforderungen unserer Kunden. Abgesehen von sehr kostenintensiven Integration von MS Navision oder einem SAP gibt es aktuell für den mittelständigen Händler fast kein System, welches nicht einige bis sehr viele Kompromisse erfordert.

 

Da wir auch nach der Projektumsetzung unsere Kunden in den alltäglichen Herausforderungen unterstützen, geht so gut wie jedes Problem erstmal über meinen Schreibtisch. Dies war Anfang des Jahres der ausschlaggebende Grund über ein Konzept einer eigenen Umsetzung nachzudenken.

 

Wie Du dir sicher vorstellen kannst, ist solch ein Unterfangen nicht mal eben so umgesetzt. Aufgrund dessen haben wir uns mit unserer Partneragentur der Repertus GmbH zusammengetan und Sellmato gemeinsam konzipiert. Hierbei ergänzen sich die Kompetenzen aus dem eCommerce-Alltag und der Softwareentwicklung. Aktuell sind wir somit über 20 Kollegen, die in Sellmato involviert sind.

 

Was unterscheidet Sellmato von den Marktbegleitern?

 

Sellmato wird im Gegensatz zu anderen Systemen nicht als externes System

entwickelt, sondern direkt in das Shopware Backend integriert. Man kann sich das wie ein Plugin für Shopware vorstellen. Allerdings wollten wir uns natürlich gleich von Anfang an eine größtmögliche Flexibilität waren, weswegen jede Funktionalität (z.B. die Lagerverwaltung oder eBay Schnittstelle) ein eigenes Modul in Sellmato darstellt. Mit dem Modul Manager von Sellmato hat der Shopbetreiber über das Shopware Backend die Wahl, welche Funktionen er von Sellmato nutzen möchte.

 

Wer sich etwas bei den klassischen Shopsystemen umschaut, der wird sehr schnell erkennen, dass das Shopware Backend wohl zu den innovativsten seiner Art gehört. Shopware selbst kommt ja schon mit einer Menge an Funktionen mit. Genau hier setzen wir an und erweitern Shopware da, wo es Sinn macht. Ein konkretes Beispiel wäre der Lagerbestand. In Shopware ist ein sehr einfacher Lagerbestand bereits integriert. Mehrere Lagerorte und Lagerplätze gibt es so jedoch nicht. Mit der Lagerverwaltung von Sellmato haben wir aber genau das geschaffen.

Quelle: sellmato.com

Quelle: sellmato.com

 

Wie bereits erwähnt stehen wir unter großem Einfluss aus dem klassischen eCommerce Projektgeschäft. Hier können die Anforderungen auch schon mal etwas spezieller werden. Damit wir aber mittelfristig so viele gewünschte Funktionen anbieten können, stellen wir unseren Kunden eine öffentliche Wunschliste zur Verfügung. Hiermit kann man die Entwicklungen unsererseits stark beeinflussen.

 

Sellmato besteht übrigens aus 3 Säulen: Warenwirtschaft, Multichannel und auch Marketing. Der Marketingbereich ist auch ein Produkt aus unserem Projektgeschäft. Da wir mit Sellmato ja eh schon als Plugin in Shopware vorhanden sind, mussten wir nicht lange überlegen auch hier tätig zu werden. Ganz konkret stellen wir unseren Kunden auch Module zur Verfügung, die sowohl im Front- als auch im Backend von Shopware zu finden sind. Beispielsweise im Frontend sind aufgrund der Weihnachtszeit die Geschenkoptionen ganz aktuell, wodurch der Endkunde seine gewünschten Artikel in einer Geschenkverpackung bestellen kann. Im Backend erweitern wir Shopware z.B. durch einen Google Sitemap Index und in Zukunft auch mit sehr vielen geschäftsrelevanten Statistiken. In der Masse betrachtet, stellt diese Säule einen sehr großen Teilbereich in Sellmato dar.

 

Wieso habt Ihr SELLMATO in das shopware-Backend integriert?

 

Jeder Shopbetreiber arbeitet sowieso in Shopware. Beispielsweise werden hier die Einkaufswelten oder die fantastischen Storytellingwelten erstellt. Auch Gutscheine, Newsletter oder Produktexporte pflegt man über das Backend. Warum sollte also ein Händler nur für die Artikelpflege ein externes System nutzen, wenn man auch gleich alles im Shopware Backend machen kann?

 

In der Praxis erlebe ich auch sehr häufig den Fall, dass z.B. Artikel in der externen Wawi gepflegt werden, der Shopbetreiber dann aber nochmal im Backend die Filter oder Angaben in den Varianten ergänzen muss, weil die Wawi das einfach nicht kann. Wie gesagt, mit Sellmato wollen wir zukünftig keine Kompromisse mehr haben!

 

Aufgrund dessen stellte sich für uns gar nicht die Frage, ob Sellmato als weiteres externes System programmiert werden soll. Der Shopbetreiber ist eh schon viel im Backend unterwegs.

 

Da wir Shopware als „Betriebssystem“ nutzen, haben wir eine größtmögliche Flexibilität und müssen das Rad auch nicht immer neu erfinden. Hätten wir ein externes System gebaut, dann müssten wir beispielsweise die komplette Produktpflege neu programmieren und dann auch noch mit Shopware verbinden. So greifen wir auf die Shopware Funktionen zurück und erweitern diese da wo es nötig oder gefordert ist.

 

Und wie lebt Ihr den Multichannel, bedeutet das bei Euch nur Shop, amazon, ebay oder welche Kanäle wollt Ihr noch bespielen?

 

Die im Shopware Backend integrierten Schnittstellen zu eBay und Amazon stellen natürlich einen ganz zentralen Punkt in Sellmato dar. Der Shopbetreiber soll möglichst einfach seine Produkte auch zu eBay und Amazon direkt aus Shopware übertragen und auch die Bestellabwicklung über das Backend machen können.

 

Allerdings fokussieren wir zusätzlich noch eine weitere Zielgruppe: Die Einzelhändler. Für Einzelhändler ist der Einstieg in den eCommerce oftmals nicht leicht, da man sich mit vielen anderen Herausforderungen konfrontiert sieht. Auch sind viele bestehende Systeme, die für den Einzelhändler essentiell sind, einfach zu teuer.

 

Mit Sellmato bieten wir erstmals für Einzelhändler eine Lösung an, die vollumfänglich den klassischen Einzelhandel mit der kompletten Onlinewelt verbindet. Hierzu stellen wir ein Kassensystem zur Verfügung, welches nicht nur allen rechtlichen Anforderungen jetzt und in der Zukunft gerecht wird, sondern welches auch direkt mit Shopware verbunden ist. In Verbindung mit der Sellmato Lagerverwaltung, können somit auch ganze Filialnetze abgebildet werden.

 

Aufgrund der Schnittstellen zu eBay und Amazon werden dem Einzelhändler ganz neue Möglichkeiten offengelegt. Shopware stellt hierbei den Mittelpunkt dar und übernimmt den zentralen Bestandsabgleich zwischen den einzelnen Filialen, dem Onlineshop, eBay und Amazon. Auch lassen sich sehr einfach der Onlineshop mit dem Ladengeschäft verbinden. Kunden könnten online die Verfügbarkeit eines Artikels für das jeweilige Ladengeschäft einsehen und auf Wunsch auch gleich online bezahlen. Alternativ sind auch Reservierungen online möglich und der Kunde bezahlt im Laden bar, per EC- oder Kreditkarte.

 

Da es wie gesagt für Einzelhändler nicht immer ganz einfach ist in den eCommerce nachhaltig einzusteigen, musste Sellmato unbedingt so einfach wie nur möglich gestaltet werden. Je nachdem kann ein komplettes System bereits innerhalb weniger Stunden im Einsatz sein. Auch hier sind mir in der Projektarbeit andere oftmals deutlich längere Zeiten untergekommen.

 

Durch die günstigen monatlichen Festpreise von Sellmato und die sehr schnelle Integration, können Einzelhändler in kürzester Zeit auch im Onlinehandel durchstarten.

 

Vielen Dank Daniel für Deine Einblicke in Eure Lösung.

Daniel Hönke, SELLMATO

Daniel Hönke, SELLMATO


Dietmar Hölscher führte das Interview mit:

Daniel Höhnke ist Geschäftsführer der Pixup Media GmbH und kreativer Kopf hinter Sellmato. Mit Sellmato bekommen Shopware Kunden eine umfangreiche Multichannel-Wawi und Marketing Suite direkt im Shopware Backend integriert.