Abmahnfalle: Ware, die nicht auf Lager ist, darf auch nicht angeboten werden

Bildquelle: Screenshot t3n.de
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Eigentlich einleuchtend: Wenn Ware nicht auf Lager ist, dann muss das eindeutig gekennzeichnet sein!

Im konkreten Fall verhandelte das OLG Hamm (4 U 69/15) am 11.08.2015 den Fall eines Elektrofahrradhändlers, der ein Fahrrad mit dem Text „nur noch wenige Exemplare auf Lager, Lieferzeit ca. 2 – 4 Werktage” angeboten hatte. Das Fahrrad war jedoch nicht lieferbar, weshalb das Gericht diese Praktik als sogenanntes „Lockvogelangebot“ angesehen hatte. Das Gericht ließ zwar offen, wie konkret die Pflicht eines Unternehmers aussieht, sein Internetangebot während sinkender Warenbestände anzupassen. Jedoch müssen, so das Urteil, Angebote stets aktuell sein.

Fazit

Die einfachste Möglichkeit, dieser Abmahnfalle zu entgehen, ist die Nutzung einer Warenwirtschaft in Kombination mit dem Online-Shop und alle möglichen Warenströmen.

(Lösungen für Einzelhändler mit Internet-Shop bieten Beispielwiese die Shop² Produkte wie shop2pos und shop2store.)

 

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